Fachkraft für Lagerlogistik

Die Fachkraft für Lagerlogistik (früher Lagerwirtschaft):

Diese kaufmännische Ausbildung ist mittlerweile in der Logistikausbildung und darüber hinaus mehr als akzeptiert. Ehemalige Auszubildende sind heute Vorarbeiter, Meister (Werkmeister) und Wareneingangsleiter. Sie finden sich aber auch in verantwortlichen Positionen rund um den Nachschub, der Auftragssteuerung (Leitstand), der Verpackungsabteilung in Grossbetrieben, sowie dem Versand und Export wieder.

Vereinzelt kommen Sie im Vertrieb, After Sales Management (Nachforschung, Service, Retouren, Kundenbetreuung) und Qualitätsmanagement zum Einsatz.

Zugangsvoraussetzung ist ein guter Realschulabschluss, oder eine vergleichbare Vorbildung. Auch für Abiturienten ist diese Ausbildung vielfach der Grundstein für ein späteres Studium der Logistik.

Neben Teilen aus dem gewerblichen Segment (Handelsfachpacker) sind folgende Schwerpunkte Bestandteil der Ausbildung:

      • Kalkulation von logistischen Kennzahlen
      • ABC- Analysen
      • Strecken- und Tourenplanung
      • Versandabwicklung incl. Kostenberechnung und Stauplanung
      • Teile aus dem Rechnungswesen und der Buchführung
      • Verkehrsgeographie und Qualitätssicherung

Die Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre, wobei die Möglichkeit der Verkürzung besteht. Die Berufsschule findet an ein bis zwei Tagen in der Woche statt, je nach Ausbildungsjahr. Sie ergänzt unter anderem die fehlenden Inhalte, die einzelne Ausbildungsbetriebe nicht aus eigener Kraft anbieten können.  

In den Prüfungen tauchen nicht nur die erwarteten Spedition und Fuhrunternehmen auf, sondern vielmehr auch so bekannte Namen wir Mercedes Benz, 3M, Kaufhof/Horten, Kaiser+Kraft Europa GmbH und viele mehr.

Anhand dieser Beispiele verdeutlicht sich wie das Berufsbild sich in die Wirtschaft integriert hat, und als Sprungbrett für eine weitreichende Karriere dienen kann.