Fachlagerist

Der Fachlagerist (früher Handelsfachpacker):

Der Einstieg in die Logistik wird vielfach mit einer gewerblichen Ausbildung begonnen.

Die Ausbildung gehört mittlerweile zum Standartangebot vieler Speditionen, Logistikzentren und Betrieben mit einer hohen Versandlast. Aber auch in vielen anderen Bereichen der Wirtschaft hat sich der Beruf etabliert. Zum Beispiel wird in Kaufhäusern, im Lebensmittelhandel, im produzierenden Gewerbe aber auch bei verschiedenen Weiterbildungsträgern der Beruf zur Ausbildung, aber auch zur Umschulung angeboten.

Als Zugangsvoraussetzungen ist ein guter Hauptschulabschluss, oder die mittlere Reife zu sehen.

Die Noten sollten in den Fächern Mathe und Deutsch nicht schlechter als befriedigend sein. Da Verkehrsgeographie einen Teil in der Ausbildung einnimmt, ist es auch nicht schlecht, sich in dieser Fachrichtung recht gut zu bewegen.

 

 

Was wird in der Ausbildung geboten?

Wareneingang:                                                                             

        • Annahme und Quantitätsprüfung
        • Qualitätsprüfung
        • Vorbereitung zur Einlagerung
        • Nachschubmanagement

Kommissionierung:

        • Einlagerung in den Übervorrat und in Kommissionierbereiche
        • Kommissionierung mit verschiedenen Strategien
        • Eventuelle Veredlung von Produkten

Versandvorbereitung:

        • Verdichten von Kommissioniereinheiten
        • Auswahl und Einsatz von verschiedenen Verpackungsmaterialien

Versand:

        • Bereitstellung zur Abholung   
        • Erstellung von Versandpapieren
        • Verladung bzw. anschlagen von Versandgütern
        • Ladungssicherheit
        • GGVS / ADR– Einführung (Gefahrgut)

Die Ausbildung dauert zwei Jahre und findet sowohl im Ausbildungsbetrieb, als auch in der Berufsschule statt. In der Regel bedeutet dies einen viertägigen Einsatz im Betrieb und einen Tag Berufsschule in der Woche.

Nach der Ausbildung ist in der Regel eine eigenverantwortliche Tätigkeit in den ehemaligen Ausbildungsbereichen üblich.

Weiterbildungsmöglichkeiten sind selbstverständlich auch in diesem Beruf gegeben. Die klassische Weiterbildung ist die Ausbildung zum Industriemeister, Fachrichtung Lagerwirtschaft.

Es kommt aber auch in letzter Zeit vermehrt vor, das Auszubildende sich nach der Abschlussprüfung zum Fachlageristen, noch zur Fachkraft für Lagerwirtschaft weiterbilden. Diese kaufmännische Ausbildung bietet den Einstieg in eine kaufmännische Karriere, zum Beispiel als Handelsfachwirt.

Die Inhalte können sich in den unterschiedlichen Ausbildungsbetrieben auf verschiedene Abteilungen verteilen, die von diesem Muster abweichen.