IHK- Meister Lagerwirtschaft

Welche Chancen entstehen durch die Weiterbildung:

Es wird Transparenz über die betriebswirtschaftlichen Zusammenhänge geschaffen, Führungskompetenz wird aufgebaut und die Prozessqualität im Bereich der Lagerverwaltung und des Handlings erhöht sich.

 

Durch den rasanten Aufschwung der Logistik und besonders in der Lagerlogistik, entstehen ständig neue Anforderungen an die Mitarbeiter und die Führungskräfte in dieser Branche. Wenn man diesen Anforderungen gerecht werden möchte, dann ist die berufliche Weiterbildung zum/zur Meister/in für Lagerwirtschaft die richtige Wahl um die persönliche Karriere weiter zu festigen oder auszubauen.

 

Welche Voraussetzungen muss ich mitbringen?

Eine erfolgreiche Ausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf, der dem Bereich Logistik zugeordnet werden kann, ist ebenso notwendig wie eine mindestens 5 jährige Berufserfahrung. Die Ausbildungszeit wird hierbei als Berufserfahrung berücksichtigt.

Alternativ: Eine abgeschlossene Berufsausbildung in einem gewerblich-technischen Beruf, mit einer Berufserfahrung von mindestens 3 Jahren im Lager-, Transport- oder Versandwesen.

Oder: Eine mindestens 6 jährige einschlägige Berufspraxis  im Lager-, Transport- oder Versandwesen.

 

Welche Fächer werden vermittelt und welche Inhalte sind Bestandteil der Ausbildung?

Fachrichtungsübergreifender Teil:

  • Grundlagen für kostenbewusstes Handeln
    • Volkswirtschaft, Betriebswirtschaft
  • Grundlagen für rechtsbewusstes Handeln
    • Grundgesetz, Gesetzgebung und Rechtsprechung
    • Arbeits- und Sozialrecht
    • Datenschutzrecht
    • Umweltschutzrecht
  • Grundlagen für die Zusammenarbeit im Betrieb
    • Grundlagen des Sozialverhaltens der Menschen
    • Einflüsse des Betriebes auf das Sozialverhalten
    • Einflüsse des Industriemeisters auf die Zusammenarbeit im Betrieb

Fachrichtungsspezifischer Teil:

  • Mathematische und naturwissenschaftliche Grundlagen
    • Grundlagen der Mathematik
    • Grundlagen der Chemie
    • Grundlagen der Physik
    • Eigenschaften ausgewählter fester, flüssiger und gasförmiger Stoffe
  • Betriebstechnik
    • Energieversorgung
    • Mess-, Steuerungs- und Regelungseinrichtungen
    • Fördertechnik und innerbetriebliche Transportmittel
    • Funktionsprinzipien und Einsatzbereiche
  • Arbeitssicherheit und Umweltschutz
    • Arbeitsschutz
    • Umweltschutz
  • Logistik
    • die logistische Kette
    • Materialwirtschaft, Lagerwirtschaft
    • Verpackung, Versand
    • Verkehr und Transport
    • Elektronische Datenverarbeitung
    • Qualitätsmanagement
    • rechtliche Besonderheiten im Lager und Transport)
  • Fachspezifische Situationsaufgabe
    • normales Betriebsgeschehen
    • Einrichtung oder Umstellung eines Lagers
    • Störungen mit Auswirkung auf das normale Betriebsgeschehen und auf Dritte

Berufs, und Arbeitspädagogischer Teil:

Die Ausbildung erfolgt gestützt auf Handlungsfelder, die chronologisch abgehandelt werden.

  • Allgemeine Grundlagen (Arbeitsrecht, Jugendschutzgesetz, usw.)
  • Ausbildung planen
  • Auszubildende einstellen
  • Am Arbeitsplatz ausbilden
  • Lernen fördern
  • Gruppen anleiten
  • Ausbildung beenden

 

Wie lange dauert solch ein Lehrgang und was kostet er?

Die Dauer richtet sich nach dem jeweiligen Ausbildungsträger, in den meisten Fällen liegt die Ausbildungsdauer bei 2 ½ Jahren, mit einer Gesamtstundenzahl von ca. 990 Unterrichtseinheiten.

Die Ausbildung erfolgt vornehmlich an Samstagen, wobei die landesspezifischen Ferienzeiten Berücksichtigung finden. In Einzelfällen wird zur Prüfungsvorbereitung in Blöcken gearbeitet. Hierzu kann in den meisten Fällen Bildungsurlaub beantragt werden.

Die Ausbildung startet zumeist im Frühjahr nach den Osterferien oder nach den Sommerferien Anfang September/Oktober. Einige Träger ermöglichen die Ausbildung in Modulen. In solchen Fällen, kann jeweils zu Begin eines neuen Moduls eingestiegen werden.

Die Kosten belaufen sich auf ca. 4.500 € für den Lehrgang und zusätzlich ca. 350 € für die IHK (Prüfungsgebühren, incl. Ausbildung der Ausbilder). An Lehrmaterial sind weitere 200 € zu planen.

Die Lehrgangsgebühren können zumeist gestundet werden. Die monatlichen Raten belaufen sich dann in etwa auf 150 -200 €. Da diese Weiterbildungskosten als Werbungskosten in Anrechnung gebracht werden können, empfiehlt sich eine Eintragung als Lohnsteuerfreibetrag auf die jeweilige Steuerkarte. Fahrtkosten zur und von der Ausbildungsstätte, sowie Fahrkosten zu Lehrgemeinschaften werden ebenso berücksichtigt.